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Von Tobias Wolf | 6. Oktober 2021 | Wellness & Wohlfühlen


Das Bodenmaiser Premium-Wellnesshotel und seine Geschichte

Historischer Hammerhof

Seit acht Jahrhunderten herrscht auf dem Hammerhof Leben. Hier Lesen Sie die Geschichte vom Goldrausch bis zum Wohlfühlhotel

Heute ist der Hammerhof am Rande von Bodenmais eine der Top-Adressen im Ort, wenn es um Hotels geht: Vier Sterne, eine feine

Wellness-, Relax- und Wasserwelt, liebevoll eingerichtete und geräumige Zimmer sowie eine hervorragende Küche. Eingebettet

in die Wälder ringsum ist das idyllische Hotel-Gelände ein Ort der Erholung – und man kann kaum glauben, welch bewegte Geschichte der Hammerhof hat.

Die Glashütten-Tradition nimmt ihren Anfang

Bereits im 13. Jahrhundert versuchen hier böhmische Goldsucher ihr Glück. Im nahe gelegen Rothbach wuschen sie Gold. Doch der Goldrausch vom Hammerhof währte nicht lange, bereits 1312 waren die letzten Goldwäscher wieder abgezogen. Doch nur wenige Jahre später entsteht aufgrund der günstigen Lage am Rothbach ein Eisenhammerwerk. Mit der Errichtung des Werks 1364 wird auch der Ortsname

„Hammer“ geboren. Gut ein Jahrhundert später wird aus dem Eisenhammerwerk eine Glashütte – und die stolze Bodenmaiser Glashütten-Tradition nimmt ihren Anfang. Erster Glashüttenmeister war seinerzeit Michael Stern.

Über die Jahrzehnte entwickelt sich der „Hammerhof“ zu einem ansehnlichen Anwesen. Neben der Glashütte, in der Spiegel und Rosenkranzperlen, sogenannte „Patterl“, hergestellt werden, gehören im Jahr 1577 auch große Flächen Ackerland, Wiesen und Wald zum Hammerhof, der Jahrhunderte lang von der Familie Stern betrieben und deshalb auch als „Sternhammer“ bezeichnet wurde. Der heutige Ortsteilname „Kothinghammer“ folgte erst später.

Es werden Luchse, Wölfe und Bären gejagt

Auch die Jagd blüht rund um den Hammerhof auf. Ende des 16. Jahrhunderts werden nicht nur Auer- und Haselhühner, Rehe, Wildschweine und Hirsche, sondern auch Luchse, Bären und Wölfe gejagt. Hierfür wurden sogar sogenannte „Wolfsgruben“ errichtet, drei bis vier Meter Tiefe Fallgruben zum Fangen von Wölfen.

Anfang des 17. Jahrhunderts wird der Hammerhof zum Zentrum der Eisenverhütung und Waffenschmieden. Schmelzer, Köhler und Hammermeister nicht nur aus Bayern, sondern auch aus Böhmen, Tirol oder Salzburg finden hier Arbeit. Versorgt werden die Arbeiter aus der Landwirtschaft des Hammerhofs.

Düstere Zeiten während des Dreißigjährigen Krieges

1634 brechen düstere Zeiten an. Der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648) verschont auch den Hammerhof nicht. Bauernhaus und Glashütte werden von den Schweden größtenteils zerstört. Doch die Familie Stern lässt sich nicht unterkriegen. Bereits fünf Jahre später besitzt Sebastian Stern schon wieder ein Pferd, zwei Ochsen, drei Kühe und zwei Jungrinder.

1693 wird ein Eisen-, Silber-, und Kupferschmelzwerk errichtet. „Kupfermacher“ aus Tirol und „Schwefelmeister“ aus Böhmen leiten die Metallgewinnung. Zu dieser Zeit wird ein Georg Achatz als Besitzer des Hammerhofs aufgeführt.

Mit dem Österreichischen Erbfolgekrieg Mitte des 18. Jahrhunderts brachen wieder miserable Zeiten an. Doch anschließend geht es wieder bergauf mit dem Hammerhof – und ab 1804 sitzt auch wieder ein „Stern“ auf dem Hammerhof, denn Joseph Stern heiratet die ledige Besitzerin Eva Achatz. Die folgenden Jahrzehnte blüht das Anwesen auf und entwickelt sich zu einem der größten in der ganzen Umgebung.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wechseln durch Heirat mehrmals die Besitzer. Zuerst ist es die Familie Englmeier, dann die Familie Saller und 1919 schließlich die Familie Baumgartner, die das Anwesen als „Hammerbauern“ betreiben.

Der Startschuss für das „Ferienhotel Hammerhof“

1968 vermählt sich Johann Baumgartner mit Charlotte Kutscha. Aus der Ehe gehen fünf Kinder hervor. Eines der Kinder, Sohn Eckard, übernimmt 1976 den Hammerhof. Er hat mutige Pläne mit dem Anwesen, denn 1989 eröffnet er das „Ferienhotel Hammerhof“. Gemeinsam mit seiner Frau Maria Bauer entwickelt er den Hammerhof zu einem der führenden Hotels in Bodenmais mit zahlreichen Stammgästen. Da

die beiden Söhne Ralph und Jörg beruflich andere Wege einschlagen, erwirbt 2016 die Familie Kölbl aus dem oberbayerischen Gröbenzell den Hammerhof und führt das Aktiv- und Wohlfühlhotel mit großem Fleiß und Engagement erfolgreich weiter. Der – vorerst – letzte Meilenstein in der bewegten Geschichte des Hammerhofs ist die Heirat von Hotel-Chefin Verena Kölbl mit dem Bodenmaiser Rainer Brem.

Neuer Außenpool mit idyllischem Garten- und Lounge-Bereich

Auch die beiden treiben die Entwicklung des Vier-Sterne-Hotels gemeinsam mit ihrem Team stetig voran. Zimmer, Suiten und teile des Restaurants wurden erst jüngst modernisiert. Ganz neu ist ein Außenpool mit idyllisch-schöner Garten- und Lounge-Anlage drumherum.

4-Sterne Aktiv- und Wohlfühlhotel Hammerhof

Hotel-Chefin Verena Brem • Kothinghammer 1 • 94249 Bodenmais • T 09924/957-0 • iE-Mail: info@hammerhof.de

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