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Von Tobias Wolf | 3. August 2021 | Genuss & Gesundheit


Heilung nach Corona

„Dann ging die Atemnot los…“

Anja und Robert Gschlößl hatten nach einer Corona-Infektion erhebliche gesundheitliche Probleme.

Eine ambulante Kur im Heilstollen in Bodenmais im Bayerischen Wald gab ihnen die Luft zum Atmen zurück

Anja und Robert Gschlößl genießen den Spaziergang durch den Bodenmaiser Kurpark. Die Sommersonne spiegelt sich im Wasser. Enten tauchen mit ihren Köpfen nach Essbarem. In den Bäumen zwitschern Vögel ihre Lieder. Noch vor wenigen Wochen wäre solch ein entspannter Rundgang für das Ehepaar aus der Nähe von Landshut undenkbar gewesen. Anja und Robert Gschlößl hatten sich Ende April mit der Alpha-Variante des Corona-Virus angesteckt. „Wir lagen beide fünf Tage mit starken Grippesymptomen flach, mussten aber glücklicherweise nicht ins Krankenhaus“, erzählt die 51-Jährige.

„Ich schaffte es nicht mal mehr zum Briefkasten“

Nach einer Woche sei die akute Infektion vorbei gewesen, ihnen ging es wieder relativ gut. „Doch dann ging die Atemnot los“, erinnert sich Anja Gschlößl. Das Ehepaar konnte nicht mehr Treppensteigen geschweige denn eine Runde spazieren gehen. „Ich schaffte es nicht mal mehr zum Briefkasten und das Duschen war wie ein Marathon“, schildert Robert Gschlößl. Die beiden ließen schließlich im Krankenhaus eine Computertomografie (CT) machen. „Dabei hat sich gezeigt, dass unsere Lungen stark geschädigt wurden“, erklärt der 60-Jährige.

Eigentlich sind die beiden aktive Menschen, fahren viel Fahrrad und gehen gerne Wandern. Dass sie das Corona-Virus so hart treffen würde, hätten die Gschlößls nicht gedacht. Mit den gesundheitlichen Folgen ihrer Corona-Erkrankung fühlten sie sich lange allein gelassen. „Da wir nicht im Krankenhaus behandelt werden mussten, bekamen wir keine stationäre Kur verschrieben. Wir haben bei den Krankenkassen alles versucht, doch vergeblich“, berichtet Anja Gschlößl. Sie sei eine Zeit lang sehr verzweifelt gewesen. Schließlich wurde das Ehepaar auf den Heilstollen im Silberberg in Bodenmais aufmerksam. „Wir hatten ein Video gesehen, in dem ein ebenfalls Betroffener von der positiven Wirkung des Stollens berichtete“, erklärt sie.

Das Ehepaar hat sich daraufhin bei der Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH (BTM) gemeldet, die gemeinsam mit der örtlichen Silberberg Klinik Corona-Betroffenen hilft, eine dreiwöchige ambulante Kur zu machen. „Als es dann geklappt hat, waren wir überglücklich. Wir sind der BTM und insbesondere Frau Treml sehr dankbar“, sagt Anja Gschlößl.

„Stück für Stück konnten wir wieder durchatmen“

Am 12. Juli haben Anja und Robert Gschlößl ihre ambulante Kur im heilklimatischen Kurort Bodenmais angetreten. Unter der Woche sind sie täglich in den Heilstollen tief im Innern des Silberbergs zur Untertage-Klima-Therapie. „Nach eineinhalb Wochen wurde unsere Atemnot besser. Stück für Stück konnten wir wieder durchatmen“, so Anja Gschlößl. Insgesamt 15-mal war das Ehepaar im Stollen. „Auch die frische Waldluft hier im Bayerischen Wald hat uns extrem gutgetan“, ergänzt ihr Ehemann. Untergebracht waren die beiden in der Pension Sternknöckel der Familie Riedel, die etwas außerhalb von Bodenmais am Waldrand liegt. „Auch das war förderlich für unsere Genesung“, betont Robert Gschlößl.


Nun sitzt das Ehepaar zufrieden auf einer kleinen Bank im Kurpark. „Wir können endlich wieder spazieren gehen, haben wieder Luft. Das ist kein Vergleich mehr mit vor drei Wochen“, freut sich Anja Gschlößl. „Diese ambulante Kur kann ich jedem empfehlen, der an Long Covid leidet und keine stationäre Kur verschrieben bekommt. Ich bin heilfroh, hier gewesen zu sein und schwöre auf den Heilstollen“, erklärt Robert Gschlößl.

Du leidest ebenfalls an Long Covid? Infos zur ambulanten Kur in Bodenmais gibt es hier:

Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH | Frau Stefanie Treml

Telefon: 09924/778-136 | E-Mail: stefanie.treml@bodenmais.de

Der heilklimatische Kurort Bodenmais

Bodenmais im Herzen des Bayerischen Waldes ist ein staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort. Das Heilklima des Mittelgebirges und des Waldes ist gesundheitsfördernd für Körper, Geist und Seele. Das bestätigen zahlreiche Ärzte wie Dr. Judith Haus, Lungenfachärztin in der Bodenmaiser Silberberg Klinik: „Das Klima bei uns ist ein reizarmes, mildes Klima und eignet sich zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge und zur Rehabilitation nach schweren Krankheiten, bei Herz- Kreislaufkrankheiten, Atemwegserkrankungen und rheumatischen Erkrankungen“, erklärt sie. Das Waldklima sei gekennzeichnet durch eine kühle und insbesondere schadstofffreie Luft durch die Filterfunktion des Waldes. „Die von den Nadelbäumen in die Luft abgegebenen ätherischen Öle sind wohltuend für die Atemwege“, weiß die Lungenfachärztin.

Gerade in Zeiten von Corona tut uns Menschen der Wald gut, er hat eine heilende Kraft. „Unser Waldklima hier im Bayerischen Wald ist nachweislich gesund. Da COVID-19 insbesondere die Lunge schädigt, tut Betroffenen die frische und kühle Luft gut und hilft bei der Heilung nach einer durchgemachten Corona-Infektion“, erklärt Dr. Judith Haus. In der Silberberg-Klinik werden auch Patienten, die COVID-19 hatten, betreut.

Neben der gesunden Waldluft bietet der heilklimatische Kurort Bodenmais noch einen weiteren Gesundmacher: den Heilstollen am Silberberg. Tief unter dem Gipfel des Bodenmaiser Hausberges herrscht ein einzigartiges Klima. Es ist kühl, die Luft ist feucht und rein. Es ist das ideale Umfeld für Menschen mit Atemwegsleiden wie Asthma, chronische Bronchitis und Long Covid.

Mehr zum heilklimatischen Kurort Bodenmais:

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